Geschichte der Olanger Seilbahnen AG

55 Jahre Erfolgsgeschichte der Olanger Seilbahnen: 1964 bis 2019

 

Angefangen hat alles im Jahre 1963. Hermann Hainz war damals Skilehrer, einer der ersten in Olang und Umgebung, und hat beim Skilift Keil in Oberolang gearbeitet, der früher nur eine Seilwinde war. Zusammen mit den besten aus seinem Skikurs ist er jeden Donnerstag mit den Tourenskiern auf den Kronplatz gestiegen und wusste schon damals, dass der Kronplatz nochmal ein erfolgreiches Skigebiet werden würde.

Alpen-liftgesellschaft

Hermann Hainz, Franz Laner, Hans Laner, Hans Elzenbaumer und Edmund Töchterle gründeten am 5. Februar 1964 die Alpenliftgesellschaft Olang. 

Nach einem Jahr der Planung, wo genau, bis zur  Waldgrenze, den Alpenlift zu bauen, begannen im Herbst 1965 die Arbeiten am Alpenlift. Am Unsinnigen Donnerstag, im Februar 1966, ging die Anlage zum ersten Mal in Betrieb.

Der Alpenlift, ein Skilift mit Einzelbügel, mit einer Beförderungskapazität von 600 Personen pro Stunde hatte einen Dieselmotorantrieb. Gleichzeitig mit dem Alpenlift wurde auch die Prackenhütte gebaut. Geführt wurde die Prackenhütte von der Gesellschaft selbst, von Hans Laner und seiner Schwester. Die Straße von Olang endete beim Festnerhof. Man musste die Prackenhütte über die heutige Piste mit Geländewagen erreichen.

Prackenlift

Um den Alpenlift leichter zu erreichen, wurde 1968 mit dem Bau des Prackenliftes begonnen. Der Skilift mit Einzelbügel Pracken mit einer Beförderungskapazität von 600 Personen pro Stunde hatte ebenso einen Dieselmotorantrieb. Die Anlage wurde im Jahr 1968 in Betrieb genommen und den Alpenlift konnte man nunmehr von der heutigen Festnerhütte aus leichter erreichen.

Ein Jahr später, im Jahr 1969, wird die heutige Straße abzweigend vom bis zur Prackenhütte gebaut.

Kronplatzlift

Jetzt ging es daran auf den Gipfel zu kommen. Der Bau des Kronplatzliftes sollte diesen Zweck erfüllen. Um den Bau zu finanzieren kamen 2 neue Aktionäre mit ins Team, die Gebrüder Prugger.

1971 wurde mit dem Bau des Kronplatzliftes mit einer Beförderungskapazität von 800 Personen pro Stunde, begonnen. Durch diesen Skilift mit Doppelbügel war es nun möglich, von der heutigen Festnerhütte, den Gipfel des Kronplatzes zu erreichen. Das Erreichen des Gipfelplateaus war kein leichtes Unterfangen, denn die Brunecker Gesellschaft hatte bereits den Belvederelift gebaut und verlangte das alleinige Gipfelrecht.

Vor dem Assessorat in Trient wurden die Verhandlungen mit Bruneck geführt und der Bau wurde fertiggestellt jedoch mit einer Bedingung: das Liniensystem musste erfüllt werden: innerhalb von 2 Jahren musste eine Verbindung vom Tal bis auf den Gipfel realisiert werden.

Gassl-Oberegg

Im Jahr 1972 kommt es zu einer Wende in der Strategie der Alpenliftgesellschaft Olang:

durch den Bau des Doppelsesselliftes Gassl-Oberegg mit einer Beförderungskapazität von 720 Personen pro Stunde und mit Elektroantrieb im Tal und durch die Erbauung des Skiliftes mit Doppelbügel Arndt mit einer Beförderungskapazität von 800 Personen pro Stunde und mit einem Dieselmotorantrieb hatte man nun das Liniensystem vom Tal bis auf den Kronplatz errichtet.

Gleichzeitig wird, durch den Einstieg neuer Investoren, die Gesellschaft in die Olanger Seilbahnen GmbH umgewandelt. Dem Aufschwung des Skitourismus in Olang stand nunmehr nichts mehr im Wege.

Beschneiung

Bereits im Jahr 1973 begann man mit der technischen Beschneiung. Heute sind 100% der Pisten der Olanger Seilbahnen AG technisch beschneit. Ein Speichersee und 5 unterirdische Wasserspeicher mit einem gesamten Fassungsvermögen von knapp 86.000 Kubikmeter, 7 Pumpstationen, 166 Zapfstellen und 116 Schneeerzeuger garantieren die weiße Pracht von Ende November bis Mitte April.  Ungefähr 800.000 Kubikmeter Schnee werden jährlich erzeugt.

8 Pistengeräte, davon 3 mit Seilwinde präparieren täglich die Pisten und bearbeiten den Schnee.

Sommertourismus

Seit dem Sommer 2012 hat die Olanger Seilbahn die Anlage Olang I+II in den Sommermonaten in Betrieb. Der Sommer hat Potential, denn die Betriebskosten sind geringer als im Winter und im Tal urlauben gleich viel Gäste wie im Winter.

Der Sommer wird von der Gesellschaft genutzt um die periodischen Revisionen an den Liftanlagen durchzuführen und um Arbeiten für die Öffentlichkeit zu realisieren, als Ausgleichsmaßnahmen für neue Projekte im Winter.

 

Heute ist die Olanger Seilbahn AG ein gut funktionierender Betrieb mit 6 Aufstiegsanlagen. Davon 4 kuppelbare Kabinenbahnen und zwei kuppelbare Sessellbahnen. Entstanden aus 50 Jahren Weitsicht der Pioniere des Skitourismus in Olang. Aus einer kleinen Liftgesellschaft ist ein komplexer Wirtschaftszweig des gesamten Kronplatzes, ja des gesamten Pustertales geworden.

Neue Ideen, Tatendrang, Mut und auch eine große Portion Glück haben die Entwicklung der Gesellschaft garantiert. Die neu errichtete Aufstiegsanlage Alpen Connecting hat gezeigt, dass die neue Generation welche die Gesellschaft nun führt, denselben Mut zeigt, wie die Pioniere vor 50 Jahren. Diese Tatsache ist der Garant für weitere, erfolgreiche, 50 Jahre der Olanger Seilbahnen AG.